Die Schwerathleten im Rheinland trauern um ihren Ehrenvorsitzenden Dieter Heimig (Ruschberg), der am 27. November im Alter von 77 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist

Dieter Heimig gestaltete über Jahrzehnte hinweg den Schwerathletiksport im Rheinland und in Rheinland-Pfalz mit. Er gehörte dem Vorstand des Schwerathletikverbandes Rheinland an, war viele Jahre dessen Verbandsvorsitzender, engagierte sich daneben aber auch in der Politik und in der evangelischen Kirche.

Schon früh entdeckte Dieter Heimig seine Liebe zum Sport. In seinem Heimatort Ruschberg, am Rande des Truppenübungsplatzes Baumholder in Rheinland-Pfalz gelegen, wirkte er in vielfältigen Funktionen im Vorstand des SV Ruschberg mit. So war er unter anderem lange Jahre Schriftführer und Kassierer dieses Vereins.

1983 wurde Dieter Heimig erstmals in den Verbandsvorstand des Schwerathletikverbandes Rheinland gewählt, er wurde Pressereferent. Zwei Jahre später übernahm er zusätzlich auch das Amt des Finanzreferenten und wurde zudem Geschäftsführer des Verbandes. Diese Funktionen übte er mit großem Engagement aus und verhalf so dem Verband zu großem Ansehen im Land.

Als Nachfolger von Erich Hamscher (Idar-Oberstein) wählten ihn die Vereinsvertreter 1991 zum Vorsitzenden des Schwerathletikverbandes Rheinland, ein Amt, dass er bis 1995 innehatte. In dieser Zeit war er zudem Vizepräsident der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Schwerathletik Rheinland-Pfalz, deren Ehrenmitglied er später wurde. Seit 2006 war er zudem Ehrenvorsitzender des Schwerathletikverbandes Rheinland.

Während seiner Vorsitzendenzeit wurde in Koblenz in der Sporthalle Oberwerth von 1993 bis 1995 drei Mal mit großem Erfolg der „Große Preis von Deutschland“ ausgetragen, eins der renommiertesten Turniere im Ringen weltweit. Sportler aus der ganzen Welt kamen an den Rhein und die Mosel, um hier ihre Wettkämpfe zu bestreiten. Dieter Heimig war stellvertretender Vorsitzender des Organisationskomitees und damit maßgeblich an der Organisation und damit am Erfolg dieser drei großen Turniere in Koblenz beteiligt.

Neben seinem sportlichen Engagement war Dieter Heimig auch viele Jahre in der Politik und in der Kirche tätig. So gehörte er fast 20 Jahre, bis 2008, dem Presbyterium seiner Kirchengemeinde Baumholder sowie fünf Jahre dem Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Baumholder an.

Auch nach seinem Ausscheiden aus den Vorstandsämtern blieb er seinem geliebten Ringersport treu verbunden, verfolgte aufmerksam das Geschehen auf und neben der Matte. Obwohl er durch seine Krankheit in den letzten Jahren die Wettkämpfe und die Tagungen der Schwerathleten nicht mehr vor Ort verfolgen konnte, blieb er stets aufmerksamer und interessierter Beobachter des Geschehens rund um den Schwerathletiksport. Mit Sorge betrachtete er dabei, wie immer mehr Vereine den Ringersport einstellten und der Verband Mitglieder verlor. Gleichzeitig freute er sich aber auch über jeden Erfolg, den seine Ringer aus dem Rheinland bei Deutschen Meisterschaften feiern konnten. Auch pflegte er gerne weiter die Kontakte zu seinen früheren Mitstreitern im Verband.

Für seine langjährigen Verdienste im Sport, in der Kommunalpolitik und in der Kirche wurde er 2009 mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz geehrt.

„Dieter Heimig engagierte sich mit Leib und Seele für seine Schwerathleten. Unser Verband, den er mit geprägt hat, hat ihm viel zu verdanken. Dabei hat sich Dieter Heimig hohes Ansehen erworben. Wir trauern mit seiner Familie und werden sein Andenken bewahren“, so Thomas Ferdinand, der Präsident des Schwerathletikverbandes Rheinland.