Mit einer Medaille wurde es nichts, doch die drei Ringer des Schwerathletikverbandes Rheinland sammelten bei den Deutschen Meisterschaften der U17 im griechisch-römischen Stil in Luckenwalde wertvolle Erfahrungen und bewiesen großen Einsatz, Mut und Leidenschaft.
Für besonders emotionale Momente sorgte Ilya Gusev (WKG Metternich-Rübenach-Boden), der in der stark besetzten Klasse bis 65 Kilogramm auf die Matte ging. Gleich im ersten Kampf traf er auf Taylan Gluch (HAC Stralsund), der später bis ins Finale vordringen sollte. Gusev erwischte einen starken Start, kämpfte mutig nach vorne und führte verdient mit 3:0 Punkten. Optisch war er der aktivere Ringer, doch eine ausbleibende Passivitätswertung sorgte für Unmut. In einem unachtsamen Moment zog sein Gegner einen Schulterschwung und erhielt vier Punkte. Diese Führung verteidigte Gluch bis zum Schluss. Doch Gusev zeigte Moral. Im zweiten Kampf ließ er Max Karl Felgentreff (Wernigeröder SV) keine Chance und gewann souverän durch technische Überlegenheit. Auch im dritten Duell dominierte er klar und besiegte Ben Völker aus Hösbach ebenfalls vorzeitig. Im vierten Kampf wartete jedoch mit Wladislaw Melnikov (TuS Adelhausen) einer der Turnierfavoriten. Gegen ihn fand Gusev kein wirksames Mittel und musste eine entscheidende Niederlage hinnehmen. Am Ende belegte er einen respektablen 10. Platz.
In der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm ging Korbinian Dieterle (WKG Metternich-Rübenach-Boden) an den Start. Trotz großem Einsatz und kämpferischem Willen musste er das Turnier nach zwei Begegnungen aber vorzeitig beenden. Am Ende stand für ihn Platz 12 zu Buche. Ein Ergebnis, das zwar nicht seinen eigenen Erwartungen entsprach, ihm aber wichtige Erfahrungen auf höchstem nationalem Niveau brachte.
Sein Debüt bei einer Deutschen Meisterschaft feierte Vincent Muckenhaupt (WKG Metternich-Rübenach-Boden) in der Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm. Der Nachwuchsringer zeigte großen Kampfgeist und verkaufte sich bei seinem ersten Auftritt auf nationaler Bühne hervorragend. Mit einem Sieg und zwei Niederlagen sammelte er wertvolle Erfahrungen und erreichte am Ende Platz 14.
„Diese jungen Sportler haben Herz gezeigt und ihre Entwicklung ist noch lange nicht am Ende“, ist Oliver Eich, der Jugendreferent des Schwerathletikverbandes Rheinland, überzeugt. Die intensive Vorbereitung, der Wille, sich mit den besten Ringern Deutschlands zu messen, und die gesammelten Erfahrungen würden ihnen auf ihrem weiteren sportlichen Weg sicher zugutekommen, betont er. „Die drei Athleten haben sich hochmotiviert auf den Weg zu dieser Meisterschaft gemacht, wochenlang haben sie sich intensiv vorbereitet. Neben dem regulären Vereinstraining und mehrmals die Woche im Landesstützpunkt in Bad Kreuznach. Das ist ein zusätzlicher Aufwand, der ihren Ehrgeiz und ihre Leidenschaft für den Ringsport unterstreicht“, macht Oliver Eich deutlich.
